Assessment-Center mal anders – Der Azubi-Kennenlerntag in der Ideenfabrik

Assessment-Center mal anders - Der Azubi-Kennenlerntag in der Ideenfabrik

Assessment-Center mal anders - Der Azubi-Kennenlerntag in der Ideenfabrik

Unternehmen haben es schwer ihre Ausbildungsstellen zu besetzen. Auch die Ideenfabrik spürte den Fachkräftemangel. Heute ist das Bewerberaufkommen überraschend hoch.

Im letzten Jahr waren die Bewerberzahlen rückläufig. So rückläufig, dass in 2018 kein neuer Azubi in die Ideenfabrik-Familie aufgenommen werden konnte. Mist! Irgendwie hatte uns der Fachkräftemangel nun auch erwischt. Doch Marketing heißt eben auch: Problem erkennen und die Dinge ändern. Also: Hausaufgaben machen und die grauen Zellen anstrengen. Was war passiert? Kurz und knapp: Auch für uns haben die klassischen Wege, um auf sich aufmerksam zu machen ausgedient. Ist halt so. Wobei die zum Teil eigenartigen neuen Trends in der Werbung um Azubis auch nicht unser Ding sind. Modern und bodenständig zu sein, dass zahlt sich aus.

Die Ideenfabrik sucht nach Menschen, die dem Leitbild folgen. Und das Leitbild sagt aus, dass wir für unser Kunden kämpfen, dass wir jeden Tag etwas besser sein wollen als gestern und dass wir Ergebnisse erzielen für unser Kunden. In so ein Team gehören Menschen, die eben genau das auch wollen – und zwar bereits in der Ausbildung. Daher schauen wir zwar schon auf Schulnoten, jedoch ist uns die Persönlichkeit unserer zukünftigen Auszubildenden ebenso wichtig. Wir suchen Menschen die wollen, die Lust haben an sich zu arbeiten und denen es nicht reicht nur Durchschnitt zu sein.

„Wir haben täglich Steine, die wir aus dem Weg räumen müssen und brauchen da niemanden, der sich noch drauf setzt. Wir brauchen die, die mit anpacken und die Steine wegräumen, damit es für alle zusammen leichter wird.“, sagt Joerg Martin, unser Geschäftsleiter dazu.

In diesem Jahr erreichten uns innerhalb von 3 Monaten 40 Bewerbungen von interessierten Schülern mit dem Wunsch in der Ideenfabrik GmbH ihre Ausbildung zu absolvieren, begleitet von fast der gleichen Menge Bewerbungen von Studenten und potenziellen Arbeitskräften. Klingt irgendwie besser als letztes Jahr.

Nicht jedem Trend nachlaufen, sondern klare Strukturen und auf den Menschen konzentrieren

Als Ergebnis unserer Recherche, wie die Dinge nun besser werden sollen als in 2018, schraubten wir ordentlich an unserer Darstellung im Internet. Ein neues Bewerberportal wurde eingerichtet, die Vorteile der Ideenfabrik noch klarer kommuniziert und die Stellenausschreibungen gründlich überarbeitet. Ein Bewerbermanagement wurde im Intranet integriert und das Thema Bewerber zu einem der wichtigsten Themen am Ende des letzten Jahres.

Und da scheinen wir was richtig gemacht zu haben, denn 40 Schüler haben in diesem Jahr ihre Bewerbung übermittelt. Danke an der Stelle an alle, die uns dieses Vertrauen geschenkt haben!

Alle 40 Bewerbungen haben wir uns gründlich angeschaut und dann mit 35 Bewerbern telefoniert. Frau Schneider aus dem Marketing-Team der Ideenfabrik befragte sie zu ihrer Motivation und sammelte zu den Bewerbungsunterlagen noch weitere Informationen ein. Beeindruckend waren auch die zum Teil wirklich sehr guten Arbeitsproben, die uns nach den Telefoninterviews noch erreichten.

So schwer es uns auch viel, wir mussten Entscheidungen treffen und haben 20 der 40 Bewerber in den engeren Kreis aufgenommen und wollten diese nun persönlich Kennenlernen. In dieser Phase entstand die Idee unseres Azubis-Kennenlerntags. Eigentlich ja irgendwie ein Assessment-Center, aber eigentlich auch nicht.

Handwerk und eigenständige Projekte waren Thema

Um allen die erste Aufregung zu nehmen und zum ersten gegenseitige Beschnuppern, starteten wir mit einer Vorstellungsrunde. Klar, dabei begann die Ideenfabrik. Im Anschluss hatte jeder die Zeit, um Fragen über sich zu beantworten, über sein schönstes Freizeiterlebnis zu berichten und zu zeigen, dass er sich mit der Ideenfabrik beschäftigt hatte. Auf die Frage „Warum wollen Sie zur Ideenfabrik?“ bekamen wir dabei tolle, vielfältig und präzise Antworten. Da waren wir schon begeistert, dass jeder der Anwesenden wusste warum er zu uns wollte.

Einige fanden die praktische handwerkliche Umsetzung der Fassadenbemalung besonders toll. Den Anderen gefiel die Vorstellung eigene Azubiprojekte auf die Beine zu stellen. Wieder andere mochten die Vielfalt der Aufgabenbereiche. Den Nächsten gefiel das fröhliche und familiäre Team und viel positives Feedback kam zu unserer Vorstellung auf unserer Website.

Trotz Konkurrenz – echt faire Teamplayer und nicht vergleichbar

Im Hauptteil des Kennenlerntages zog jeder Teilnehmer ein Los, welches ihn einer Gruppe zuwies. Es standen so Gruppen von vollkommen Fremden, die jedoch gemeinsam knifflige Aufgaben aus dem Alltag eines Mediengestalters lösen mussten. Die Aufgaben forderten Kreativität, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und natürlich auch ein klein wenig Kopfrechnen. Uns faszinierte, dass sich alle Kandidaten trotz der offensichtlichen Konkurrenzsituation so gut im Team engagierten. Auch sehr gut fanden wir, dass die Präsentation der Gruppenarbeit immer vom gesamten Team vorgetragen wurden und jeder einen Teil der Arbeit vorstellte.

Am Ende schauten wir uns an und waren alle zusammen der Meinung, dass keiner besser als der anderer war. Jeder Bewerber für sich war einzigartig und hatte seine persönliche Stärke. Schade, dass wir nicht alle in unser Team holen können.

Um zu erfahren, wie jeder der Bewerber auch aus Sicht unserer aktuellen Auszubildenden ankam, begleiteten sie den Azubi-Kennenlerntag und gaben am Ende ein gutes und vielschichtiges Feedback. Für uns eine tolle Chance, auch mal eine ganz andere Sichtweise auf die Bewerber zu bekommen. Und auch die IHK konnten wir an diesem Tag in der Ideenfabrik begrüßen. Julia Klimkeit vom Projekt “Passgenauen Besetzung” meinte am Ende “Bewerberauswahl in der Form habe ich auch noch nicht mitgemacht.” Und da können wir und nur anschließen und ergänzen: “Wir werden es wiederholen!”

Tolles Feedback der Bewerber – Danke!

Doch nicht nur wir bewerten die Bewerber auch die Bewerber baten wir um Feedback, denn auch für uns war es Neuland und somit wichtig zu sehen, wie die Idee ankam. Sätze wie „Ich nehme viele positive Eindrück von diesem Tag mit.“, „Ich fand es erstaunlich, dass Menschen die sich gar nicht kennen trotzdem so schnell einen guten Draht zueinander finden.“, „Das waren wirklich schwere Rechenaufgaben, worauf uns die Schule so gar nicht vorbereitet hat.“ oder „So etwas in der Art habe ich noch nicht erlebt und es hat Spaß gemacht!“ geben uns das Gefühl, dass der Weg richtig ist.

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