Employer Branding Strategie

Employer Branding Strategie

Möchten Sie zu den beliebtesten mittelständischen Unternehmen gezählt werden? Wie wäre es mit talentierteren Bewerbern bzw. Mitarbeitern, die Ihre Unternehmen vorantreiben und dabei auf der Arbeit Spaß haben? In diesem Beitrag möchten wir Sie gemeinsam mit Jooble.org über das Thema der Employer Branding Strategie informieren.

Dieser Artikel wird nützlich sein, zum Beispiel für:

  1. Personalabteilungen, die für das Recruiting der Mitarbeiter zuständig sind
  2. Marketingabteilungen, die Employer Branding und Corporate Identity entwickeln
  3. Geschäftsführungen, die die strategische Positionierung im Unternehmens ausarbeiten

Employer Branding was heißt das?

Der Begriff „Employer Branding Strategie“ setzt sich aus drei Worten zusammen: Employer (Arbeitgeber), Branding (Markenentwicklung) und Strategie. Diese beziehen sich auf die Schwerpunkte „Strategische Positionierung“ und „attraktive Arbeitgebermarke“, wobei es folgende Frage zu beantworten gilt: Wie kann das Unternehmen zum attraktiven Arbeitgeber werden, dadurch qualifizierte Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt für sich gewinnen, sowie bestehende Mitarbeiter langfrisitg binden?

Bei der Employer Branding Strategie steht neben dem Image des Arbeitgebers auch die Arbeitgebermarke als solche im Fokus. Die Arbeitgebermarke des Unternehmens macht einen guten visuellen und assoziativen Eindruck sowohl auf die bestehenden, als auch auf die zukünftigen Mitarbeiter, welche den Erfolg Ihres Unternehmens bestimmen. 

Das Konzept Employer Branding entstand in der englischsprachigen Literatur Ende des 20. Jahrhunderts und verfolgt das Ziel, die Suche nach talentierten Bewerbern effizienter zu gestalten. Außerdem sorgt das richtige Employer Branding für eine gute Unternehmenskultur, welche die Mitarbeiterzufriedenheit im Betrieb steigert und sich wiederrum postitiv auf die Mitarbeiterbindung auswirkt. Employer Branding ist somit nicht nur wichtiger Bestandteil einer jeden Unternehmensführung, sondern spielt besonders angesichts der aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt, eine immer größere Roll.

In diesem Artikel werden wir das Konzept über Employer Branding ausführlich beschreiben und darüber hinaus auf die derzeitige covidbedingte Situation auf dem Arbeitsmarkt eingehen. Wir werden feststellen, was bei der Wahrnehmung der Arbeitgebermarke besonders relevant ist und wie eine Employer Branding Strategie dabei hilft.

Am Anfang war die Strategie

Die Strategie wird ursprünglich aus den griechischen Wörtern „Stratos“ (das Heer) und „Agein“ (Führen) abgeleitet. Daraus kann man ziehen, dass es um Personal buchstäblich gekämpft wird. Nicht umsonst ist der Ausdruck „War for Talents“ in aller Munde und wurde bereits im 2007 Buch „Talent Management,  Handbuch für die Praxis“ thematisiert, an dem Joerg Martin, einer der Geschäftsleiter der Ideenfabrik mitarbeitete.

Letztendlich spielen die Mitarbeiter eine entscheidende Rolle und gerade die Generation Y sucht nach Sinn in Ihrem Arbeitsumfeld. Wenn potenzielle Mitarbeiter Ihr Unternehmen als mühsamen Weg zum Ruhestand, zu einem besseren Job oder einem größeren Zuhause betrachten, glauben Sie wirklich, dass Sie die Besten und Klügsten einstellen? Holen Sie das Beste aus Ihren aktuellen Mitarbeitern heraus? Wahrscheinlich nicht.

In diesem Sinne ist die Employer Branding Strategie von Bedeutung und der Recruiting-Abteilung wird eine große Verantwortung zugeschrieben. 

Der Begriff „Employer Branding“ ist nicht neu, allerdings ist der Trend zum Branding vom Arbeitgeber nicht überall verbreitet. Nach Angaben vom Jooble haben die Arbeitgeber allein in den Monaten  Oktober und November 2021 4.898 Stellenangebote für „Employer Branding Manager“ veröffentlicht. Die meisten Suchanfragen kommen aus München, Berlin, Köln und Nürnberg.

Der Employer Branding Manager

Was genau macht ein Employer Branding Manager? Was gibt es Besonderes in seiner Funktion? Um diese Fragen zu beantworten, nehmen Sie ein Blatt Papier und schreiben Sie auf, warum sich die zum Beispiel Bewerber und Ihre Mitarbeiter für Sie als Arbeitgeber entscheiden. Wichtiger Hinweis: Das Gehalt soll dabei nicht mitberücksichtigt werden. 

Haben Sie viele Punkte aufgeschrieben? Dann sind Sie auf einem guten Weg und tun schon viel, was auch der Employer Branding Manager tun würde. Sie bemühen sich scheinbar nicht nur um die Verbesserung des Bewerbungsvorganges mithilfe der Online-Bewerbungen, sondern haben gemeinsame Werte mit Ihren heutigen und potenziellen Mitarbeitern und engagieren sich für eine angenehme und produktive Arbeitsatmosphäre.

Haben Sie nur wenige Punkte aufgezählt? Dann ist es höchste Zeit, etwas zu ändern, um Ihren Mitarbeiter, außer dem Gehalt etwas mehr anbieten zu können. Ein strategisches Employer Brand Management könnte Ihnen dabei helfen. 

Employer-Branding-Maßnahmen

Wo liegt der Unterschied zwischen der Employer Branding Strategie und der Employer-Branding-Maßnahmen? Wenn wir über die Strategie sprechen, können Sie dies wie einen langfristigen Plan für die Verbesserung Ihrer Arbeitgebermarke vorstellen. Ist die Rede von Maßnahmen, geht es um jeden einzelnen Tag in diesem mehrjährigen Plan. 

Die Strategie besteht aus Maßnahmen, wie ein Jahr aus Tagen besteht. Mit anderen Worten: Überlegen Sie, was sich täglich für Ihre Bewerber und Mitarbeiter umsetzen lässt, damit Ihre Arbeitgebermarke davon profitiert.

Hier sind einige Beispiele, die für strategische Positionierung Ihrer Arbeitgebermarke relevant sind: 

  • Transparenter Bewerbungsvorgang mithilfe der Online-Bewerbung
  • Flexible Arbeitszeiten
  • Positives Arbeitsklima
  • Beste Arbeitsbedingungen
  • Viele Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Hervorragende Zukunftsaussichten
  • Weitere Maßnahmen, wie z.B. solche Benefits: nachhaltige und klimaneutrale Arbeitsweise

Die Employer Branding Strategie ist somit ein gezieltes Recruiting-Instrument für Ihre Arbeitgebermarke. Mit diesem Instrument kann man besser verstehen, was Ihre Mitarbeiter auf der Arbeit antreibt und was nicht, ob sie etwas Sinnvolles tun oder nicht.

Sicher muss man auch lernen, wie dieses Recruiting-Instrument für die strategische Positionierung Ihrer Arbeitgebermarke eingesetzt werden kann. Doch wie Erich Kästner schon sagte „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ Also: Strategie ist gut, die Umsetzung der Strategie ist besser

Man muss sich im Klaren sein, dass sich die Strategie von sich alleine keine Ergebnisse bringen wird. Nachdem die Employer Branding Strategie auf dem Unternehmen definiert und die Maßnahmen eingeführt wurden bzw. als separates Recruiting-Instrument etabliert wurden, sind konkrete Handlungen zur Umsetzung dieser Maßnahmen zu ergreifen.

Verschiedene Kanäle

Der Employer Branding Strategie zufolge ist es nicht ausreichend, Ihre Kandidaten nur zu erreichen. Die Würze liegt in der Botschaft, die Sie an Ihre Kandidaten richten und mit der Sie die Kandidaten von Ihrem Unternehmen überzeugen. Diese aussagekräftige Botschaft, die überzeugt, kann über verschiedene Kanäle kommuniziert werden.

Corporate Identity und Karrierewebsite

Die Karrierewebsite ist das „A und O“ Ihrer Arbeitgebermarke, denn damit beginnt eigentlich die Bekanntschaft mit Ihnen als Arbeitgeber. Die Kandidaten bekommen hier den ersten Eindruck. Und wie ja bekannt ist: „Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck“.

Überzeugen Sie Ihre Kandidaten mit Ihrem Corporate Design und ausführlichen Informationen über die möglichen Berufschancen auf Ihrer Karriere-Website. Versetzen Sie sich in die Rolle der Bewerber hinein und testen Sie die den Bewerbungsvorgang selbst aus der Sicht der Bewerber und vergewissern Sie sich, dass bei der Online-Bewerbung alles glatt und reibungslos läuft.

Hier sind alle Kleinigkeiten wichtig, denn der Teufel steckt im Detail. Es ist also wichtig nicht nur relevante Texte und Bilder, sondern auch Videobotschaften bzw. Unternehmensfilme zu erstellen und Sie somit als attraktiven Arbeitsgeber darzustellen.

Digitalisierung des Corporate Design und Social Media-Kanäle

Social Media Kanäle bieten gute Möglichkeit, Employer Branding und Digitalisierung Ihres Corporate Design umzusetzen. Die Social Media Marketing bzw. SMM-Spezialisten sorgen für die Informationen, die dann „Insights“ für die Online-Nutzer liefern können.

Die „Insights“ sind Informationen, die nicht auf der Hand liegen, sondern die von Ihren potenziellen Bewerbern entdeckt werden und die bei Ihren Mitarbeiter Gefühle hinsichtlich Ihrer Arbeitgebermarke auslösen. In Social Media kann man nicht nur offizielle Texte schreiben, sondern auch mit internen Informationen die Nutzer interessieren und somit die Distanz zwischen den Mitarbeiter und Kandidaten verkürzen.

Wiedererkennung und Kampagnen

Der weitere Kanal zur Umsetzung der Employer Branding Strategie sind große oder kleine externe Maßnahmen und Kampagnen für Kandidaten und Mitarbeiter. 

Bei großen Kampagnen handelt es sich sowohl um die Radio- und TV- Kampagnen, aber auch Online-Kampagnen, die interaktiv mit Nutzer kommunizieren und Profits veranschaulichen.  

Es spielt jedoch keine Rolle, ob die Kampagne groß oder klein ist. Der Knackpunkt besteht hier in der Aufrichtigkeit. 

Da jetzt viele Mitarbeiter von Home-Office aus arbeiten und die Kommunikation mit Kollegen etwas gestört wird, kann man eine Kampagne für Online-Betriebsfeiern starten, indem eine Mitarbeiterin bzw. ein Mitarbeiter ein Lied singt und dann den „Staffelstab“ der anderen Kollegin bzw. dem anderen Kollegen weitergibt.

Man kann sicher auch Sorge für Gesundheit der Mitarbeiter und ihrer Familien beitragen und Desinfektionsmittel als kleine Aufmerksamkeiten postalisch versenden.

Zusammenfassung

Die Employer Branding Strategie ist ein Mittel gegen den Mangel an guten Fachkräften. Das Employer Branding gibt Antworten auf die Frage, wie Sie Mitarbeiter gewinnen können. Eine starke Arbeitgebermarke bzw. Unternehmen die in ihr Employer Branding investieren, werden zum Magnet, der talentierte Mitarbeiter anzieht.

In diesem Artikel haben wir gemeinsam mit der Online-Jobbörse Jooble.org einerseits den Employer-Branding-Prozess unter Lupe genommen und gesehen, dass dieser Begriff nicht dem Personalmarketing gleichzusetzen ist. Man kann sagen, Employer Branding ist eine höhere Stufe des Personalmarketings, die neben dem Recruiting-Prozess auch auch das bestehende Team ausgerichtet ist. 

Andererseits haben wir uns mit Employer Branding Strategie auseinandersetzt, die ein bestimmtes Vorhaben seitens der Geschäftsführung in Bezug auf die Arbeitgebermarke und strategische Positionierung darstellt. 

Diese Branding-Maßnahmen sollten immer gut durchdacht werden, denn durch sie kann man das begehrte Ziel erreichen, ein attraktiver Arbeitgeber zu werden. Zwar gehören Investitionen in Zeit und finanzielle Mittel dazu, jedoch wirkt sich die Investition schnell positiv aus, wenn die Maßnahmen überlegt professionell umgesetzt werden.

Es lohnt sich also schon jetzt mehr Wert auf Ihr Branding als Arbeitgeber zu legen, gerade da der Trend zu Homeoffice und immer größeren Einflüssen auf Mitarbeiter wächst.

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