Studie: Antimikrobielle Oberflächenbeschichtungen inaktivieren Viren nachhaltiger

Studie: Antimikrobielle Oberflächenbeschichtungen inaktivieren Viren nachhaltiger

Allmählich sinken die Beschränkungen zum Schutz vor der Ansteckung mit dem neuartigen Corona-Virus Covid-19. Auch, wenn die Bundesländer Deutschlands in der Umsetzung immer weiter auseinanderdriften, ist die ­­Tendenz zur Lockerung der Maßnahmen ersichtlich. Ändern sich die Umstände, verändert dies auch unsere Gewohnheiten im Alltag: größere Gruppenversammlungen, teilweise geöffnete Restaurants, Cafés und Einkaufszentren, sowie die Wiederaufnahme der Schulbetriebe und Kitas. Die Erleichterung und das Aufatmen der Bevölkerung sind spürbar. Doch das Thema ich noch nicht vorbei – denn besonders jetzt, könnte unachtsames und leichtsinniges Verhalten dem Corona-Virus neuen Boden liefern.

Gefahr bleibt, auch bei sinkenden Infektionszahlen

Laut dem Robert Koch-Institut sinken die Zahlen der Corona-Infizierten in Deutschland stetig. Auch die Prognose auf eine zweite Corona-Welle wird aktuell eher negiert – das sah vor einigen Wochen noch anders aus. Stattdessen ist von „Hotspot-Ausbrüchen“ die Rede. Hendrick Streeck, Direktor des Instituts für Virologie und HIV-Forschung, äußert sich zu diesem Thema in einem Interview mit dem General-Anzeiger folgendermaßen: „Ich glaube, was sehr viel wahrscheinlicher ist, ist gar keine zweite Welle. Sondern wir werden immer mal, wie wir das jetzt auch beobachten, Hotspot-Ausbrüche sehen.“  Die Tatsache, dass man mit einer zweiten Welle nicht rechne, führt bei einigen Menschen zu der Annahme, dass wir eventuell schon bald den Sieg gegen das Corona-Virus feiern können.

Doch vor allem jetzt, wo die Beschränkungen, die einst strikt waren, in milder, abgeschwächter Form in unserem Alltag umgesetzt werden, kann der unaufmerksame Umgang die Verbreitung des Erregers fördern und eine Vielzahl an Hotspot-Ausbrüchen hervorrufen. Grund dafür könnte sein: Nichteinhaltung des Sicherheitsabstandes, Händeschütteln, Vergessen des regelmäßigen Händewaschens oder des Mundschutzes und das Berühren jeglicher Oberflächen, wodurch das Covid-19-Virus letztendlich übertragen wird.

Studie: Corona-Übertragung auch über kontaminierte Oberflächen

Der Hauptübertragungsweg erfolgt laut dem RKI über die Tröpfcheninfektion. Dabei werden Tröpfen, welche beim Husten oder Niesen entstehen, vom Gegenüber über die Schleimhäute aufgenommen. Dennoch ist eine Kontaktübertragung möglich. „Eine Übertragung durch kontaminierte Oberflächen ist insbesondere in der unmittelbaren Umgebung des Infizierten nicht auszuschließen“ (RKI, 2020).

Auch Forscher der Universität Princeton und der University of California in Los Angeles untersuchten, wie lange Corona-Viren auf Oberflächen überleben können. In ihrer Studie vom 16. April 2020, analysierten die Wissenschaftler das Aerosol, sowie die Oberflächenstabilität des Corona-Virus SARSCoV-2 und verglichen dieses mit dem am engsten verwandten, menschlichen Coronavirus, SARS-CoV-1. Aus der Studie ging hervor, dass das Corona-Virus auf Oberflächen aus Kunststoff und Edelstahl stabiler war, als auf Kupfer und Pappe. Das SARSCoV-2-Virus überlebte auf Kupfer bis zu vier Stunden, auf Pappe bis zu 24 Stunden und auf Plastik, sowie rostfreiem Stahl bis zu drei Tagen.

„Our results indicate that aerosol and fomite transmission of SARS-CoV-2 is plausible, since the virus can remain viable and infectious in aerosols for hours and on surfaces up to days“ (Studie,2020), was übersetzt bedeutet: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Übertragung von SARS-CoV-2 durch Aerosole und Fomite [Materialien oder Gegenstände] plausibel ist, da das Virus […] auf Oberflächen bis zu Tagen […] lebensfähig und infektiös bleiben kann.“

Studie: Oberflächenbeschichtungen inaktivieren Viren nachhaltiger

Das Forscherteam der University of Arizona (UA) veröffentlichte vor Kurzem ihre Studie auf dem Pre-Print-Server MedRxiv. Laut den UA-Forschern ist die Desinfektion von Oberflächen mit hohem Kontakt in der heutigen Welt der Pandemie eine wesentliche Praxis. Diese Oberflächen können jedoch leicht mit nur herkömmlichen Desinfektionsmitteln erneut kontaminiert werden.

Im Ergebnis legt die Studie nahe, das die Verwendung von kontinuierlich aktiven Desinfektionsmitteln oder einer speziell formulierten antimikrobiellen Beschichtung die Mikroorganismen wie auch das Coronavirus wirksam abtötet. Des Weiteren legt die Studie nahe, dass antimikrobielle Oberflächenbeschichtungen nicht nur gegen das neuartige COVID-19-Virus vorgehen, sondern weiterführend das Ausbreiten von Bakterien, Keime und Viren hemmen, wodurch präventiv gegen Krankheiten vorgegangen werden könne.

Antimikrobielle Dyphox-Beschichtung reduziert das Risiko für mindestens 1 Jahr

Die antimikrobielle Dyphox-Beschichtung mit getesteter, lang anhaltender Wirkung, ist selbstentkeimend und inaktiviert durch einen oxidativen Prozess Viren, Bakterien, Pilze und Sporen. Die Beschichtung trägt zur Keimreduzierung bei, schließt Hygienelücken und basiert auf dem natürlichen Prinzip der Photokatalyse bzw. Photodynamik. Dabei nimmt der ungiftige Katalysator die Energie des sichtbaren Umgebungslichtes auf und überträgt diese auf den Sauerstoff, wodurch dieser aktiviert wird. Der dabei entstandene Singulett Sauerstoff tötet die auf einer Oberfläche befindlichen und auch multiresistente Keime ab.

Das Besondere der unsichtbaren Beschichtung ist, dass sie auf unterschiedlichsten Oberflächen, wie Kunststoffen, Metallen und Lack angewendet werden kann und darüber hinaus eine mindestens einjährige Haltbarkeit im Innenbereich aufweist. Die antimikrobielle Oberflächenbeschichtung ist zudem ungiftig, enthält keine toxischen oder mutagenen Bestandteile und wirkt sogar auf trockenen Oberflächen, was eine Besonderheit bei der Wirkung ist, da viele der bekannten Beschichtungen nur in feuchten Umgebungen wirken. Die Wirkung der Beschichtung wurde in einer unabhängigen Feldstudie von der Universitätsklinik Regensburg erfolgreich getestet.

Besonders sensible Oberflächen in Kliniken, Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen, Büroräumen, im ÖPNV, in der Lebensmittelindustrie oder anderen Räumen, in denen sich viele Menschen aufhalten, können mithilfe einer antimikrobiellen Beschichtung die Keimlasten reduzieren, und damit die Gefahr einer Ansteckung und Weiterverbreitung von Mikroorganismen verringern.

„Bei diesem Virus muss man anfangen darüber nachzudenken, wie wir damit leben können und auch Strategien in diesem Sinne zu entwerfen“ sagt Hendrick Streeck, welcher weltweit als einer der erfahrensten Wissenschaftler im Thema Coronavirus gilt. Die Dyphox-Beschichtung ist eine Möglichkeit, welche alle Kriterien der zuvor genannten Studie von der University of Arizona erfüllt und somit den Schutz gegen Mikroorganismen deutlich erhöht.

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