Eine barrierefreie Website ist so gestaltet, dass alle Menschen sie nutzen können — unabhängig von körperlichen oder kognitiven Einschränkungen und unabhängig vom verwendeten Gerät. Konkret heißt das: Inhalte sind auch für blinde, sehbehinderte, hörgeschädigte oder motorisch eingeschränkte Menschen zugänglich, und die Bedienung funktioniert nicht nur mit der Maus, sondern auch per Tastatur, Sprachsteuerung oder Screenreader.
Technisch orientiert sich Barrierefreiheit an den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) des W3C, aktuell in Version 2.1 (verbindlich) und 2.2 (Stand der Technik). Vier Prinzipien sind maßgeblich: wahrnehmbar, bedienbar, verständlich, robust. Erfüllt eine Website alle Erfolgskriterien der Stufe AA, gilt sie als barrierefrei im Sinne des deutschen Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG).
Barrierefreiheit ist dabei kein Plugin und kein Overlay, sondern eine Eigenschaft, die in Struktur, Design und Code einer Website angelegt sein muss. Wer das von Anfang an mitdenkt, baut bessere Websites — nicht nur für Menschen mit Einschränkungen, sondern für alle.