Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung

Die Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung wurde spezifisch zum Einsatz in hygienesensiblen Bereichen entwickelt. Sie unterstützt und ergänzt tägliche Hygiene-Prozesse. Durch die Anwendung der patentierten Beschichtung mit ausgezeichneter, langanhaltender antimikrobieller Wirkung wird das Risiko einer hohen Keimlast erheblich gesenkt. Das transparente Beschichtungssystem, das nachträglich und auch mehrmals auf verschiedenste Oberflächen aufgebracht werden kann, entkeimt selbständig häufig berührte Bereiche.

Typische Anwendungsgebiete sind hygienesensible Oberflächen in Kliniken, Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen, Büroräumen, in der Lebensmittelindustrie oder anderen Räumen, in den sich viele Menschen aufhalten. Dort werden unterschiedliche Oberflächen wie Tische, Griffe, Klinken, Handläufe, Tastaturen, Gehäuse und Geräte beschichtet. Sie hält auf Glas, Edelstahl, Aluminium und diversen Kunststoffen.

Funktionsweise der antimikrobielle Beschichtung

Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung

Ablagerung

Neue Viren, Bakterien, Pilze und Sporen werden durch Kontakt auf die Oberfläche übertragen.

Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung

Reinigung

Zuerst wird die Oberfläche gründlich gereinigt, wie für eine Lackierung notwendig.

Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung

Grundierung

Im zweiten Schritt erhält die Oberfläche eine Grundierung, als Basis für die Beschichtung.

Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung

Beschichtung

Jetzt wird die antimikrobielle Beschichtung auf die Grundierung aufgebracht.

Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung

Aktivierung

Durch Raumlicht regt der Katalysator in der Beschichtung den umliegenden Sauerstoff an.

Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung

Entkeimung

Die Keime werden schnell und effektiv abgetötet und die Oberfläche entkeimt sich selbst.

So funktioniert Dyphox?

Diese Beschichtung ist selbstentkeimende mit ausgezeichneter, langanhaltender Wirkung. Die von uns angebotene und patentierte Produktlösung erreicht eine Keimreduzierung basierend auf einem natürlichen Prinzip und ist ideal für hygienesensitive und häufig berührte Oberflächen geeignet.

Durch die erfolgreiche Modifikation von Photokatalysatoren, welche in der Natur als Gewürz- und Pflanzeninhaltstoffe vorkommen, konnte das Team um Dyphox Moleküle identifizieren, die sichtbares Licht im Spektralbereich um 400-700 nm absorbieren. Diese Moleküle erzeugen mit einem Anteil von 75-100% Singulett-Sauerstoff.

Die Singulett-Sauerstoff-Atmosphäre über antimikrobiellen DYPHOX-Oberflächen weist nach neuesten Erkenntnissen eine Dicke von 5 mm auf. Damit ist der Bereich über der beschichteten Fläche groß genug um alle Keime zu erreichen, jedoch auch klein genug um nicht unkontrolliert in den Raum abgegeben zu werden.

Singulett-Sauerstoff ist ein Oxidationsmittel. Es tötet effektiv Bakterien, Viren, Pilze und Sporen, indem es Zellwand und Zellmembran von Keimen angreift (oxidative Degeneration).

Singulett-Sauerstoff ist kein Radikal wie z. B. Superoxid oder Wasserstoffperoxid und erzeugt im Gegensatz zu anderen reaktiven Sauerstoffspezies keine frühzeitige Materialalterung.

Im Vergleich zu anderen antimikrobiellen Systemen funktioniert unsere Oberflächenbeschichtung mit Dyphox-Photokatalysatoren auf trockenen sowie feuchten Oberflächen.

Resistenzbildungen gegen Singulett-Sauerstoff sind aufgrund des Wirkmechanismus auf Zellwand und Zellmembran quasi auszuschließen. Ein wichtiger Punkt in Hinblick auf massive Probleme mit multiresistenten Bakterien in medizinischen Einrichtungen ein wichtiger Punkt.

Die antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Dyphox: Fakten und Zahlen

99,99% aller Viren, Bakterien, Pilzen und Sporen auf Oberflächen werden durch die Oberflächenbeschichtung Dyphox getötet und dadurch die Übertragungsketten auf Oberflächen unterbrochen. Die Wirksamkeit wurde nicht nur im Labor, sondern im Praxiseinsatz durch Feldstudien in Krankenhäusern belegt. Dabei konnte das relative Risiko hoher Keimlasten auf Oberflächen um bis zu 67% reduziert werden.

Die Beschichtung ist unschädlich für Mensch und Natur.

Dyphox hat das Dermatest-Siegel „sehr gut“ erhalten. Damit ist der Hautkontakt mit beschichteten Oberflächen vollkommen unbedenklich.

Dyphox verfügt u.a. über das ISEGA Zertifikat für die Lebensmittelunbedenklichkeit. Dieses Zertifikat sagt aus, dass unsere Dyphox Beschichtung mit Lebensmitteln in Berührung kommen darf und dabei keine Stoffe auf die Lebensmittel übertragen werden können.

Laut DEKRA ist die ausgehärtete Beschichtung ist als Emissionsfrei zu klassifizieren. Nach Einstufung des Umweltbundesamtes für TVOC erhält die Beschichtung die zusätzliche Kategorisierung „hygienisch unbedenklich„.

Die Beschichtung wird aufgetragen, anschließend verflüchtigen sich die enthaltenen Alkohole und das Sol-Gel verfestigt sich. Der Wirkstoff ist fest in der Beschichtung gebunden und löst sich auch nicht aus der Oberfläche.

Dyphox ist eine Art Klarlack, mit der Härte eines handelsüblichen 2K PUR Interieur Klarlacks. Sie hält im Innenbereich 12 Monate und kann auf Kunststoffen, Metallen und anderen festen Oberflächen aufgetragen werden.

Vorteile der Dyphox-Beschichtung

  • Tötet bis zu 99,99% der Keime (Laborwert)
  • Verringerung der Keimlasten auf Oberflächen um 67% (basierend auf Feldstudie in 2 Krankenhäusern)
  • Verhindert Resistenzbildungen
  • Wirksam auch auf trockenen Oberflächen
  • Schließt Hygienelücken zwischen den Reinigungsvorgängen.
  • Beschichtung von Kunststoffen, Metallen, Glas und Lack.
  • Schützt Materialien von Oberflächen vor Reinigungs- und Desinfektionsmittel.
  • Ungiftig: Keine toxischen oder mutagenen Bestandteile
  • Löst keine Allergien aus
  • Keine Geruchsentwicklung oder Aerosolbildung
  • Umweltfreundlich: Keine Abgabe giftiger Chemikalien an die Umwelt
  • Hält mindesten 12 Monate im Innenraum

Welche alternativen Formen der Oberflächen-Entkeimung gibt es?

Dyphox Silber, Kupfer, Zink Titandioxid UV-C Biozide*
Effektiv unter trockenen Bedingungen Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung
Effektiv unter feuchten Bedingungen Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung
Bildet keine Resistenzen Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung
Aktiviert bei sichtbarem Licht Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung
Aktiviert bei UV-Licht Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung
Keine Abgabe von Nanopartikeln Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung
Keine Abgabe von Chemikalien Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung
Harmlos für Menschen Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung
Umweltfreundlich Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung
Kein beschleunigtes Altern von Kunststoffen Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung

* z.B. Triclosan, Benzalkoniumchlorid, Isothiazolinon, Chlorhexidin

Oberflächenentkeimung durch Silber-, Kupfer oder Zink

Silber-, Kupfer- und Zink-Ionen besitzen antimikrobielle Eigenschaften. Anwendung findet Silber z.B. bei der antimikrobiellen Ausstattung von Wundauflagen oder Blasenkathetern. Die Anwendung findet im feuchten Milieu statt.

Erst Flüssigkeit ermöglich den effizienten Transport der Ionen zu den Keimen und damit die antimikrobielle Wirksamkeit. Zur Oberflächenbeschichtung sind Metalionen und -partikel weniger geeignet, da die Wirksamkeit unter trockenen Bedingungen sehr stark verringert ist. Zudem werden kontinuierlich Partikel an die Umwelt abgegeben. Die Entwicklung von Resistenzen gegen Metallionen sowie Antibiotika-Kreuzresistenzen ist ein gefährlicher, mehrfach beschriebener Abwehrmechanismus bei Keimen.

Beschichtungen, welche z.B. auf Silber aufbauen, haben u.a. ein Gefährdungspotential für Boden und Sedimente durch die Silberionen. Zu dieser Einschätzung kommt u.a. das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Oberflächenentkeimung durch Biozide

Die antimikrobielle Wirkung von Bioziden wie Benzalkoniumchlorid, Triclosan, Isothiazolinonen oder Chlorhexidin ist auf eine „Vergiftung“ der Keime zurückzuführen. Benzalkoniumchlorid bspw. hemmt Enzymaktivitäten in Bakterien und zerstört Zellmembranen

Eine Aufkonzentration dieser toxischen Stoffe im Ökosystem oder menschlichen Körper sollte möglichst vermieden werden. Deshalb ist eine permanente Ausstattung von Oberflächen mit klassischen Bioziden bedenklich.

Außerdem ist nur eine stark eingeschränkte Wirksamkeit auf trockenen Oberflächen gegeben.

Oberflächenentkeimung durch Titandioxid

Die antimikrobielle Wirksamkeit von Titandioxid beruht auf dem photokatalytischen Effekt des Titandioxid. Durch Aktivierung von Titandioxid mittels UV-A Strahlung (315-380 nm) Bestrahlung, werden reaktive Sauerstoffspezies (ROS) wie das Hydroxyl- und Superoxidradikal gebildet.

Die Titandioxid-Oberfläche benötigt zur antimikrobiellen Wirksamkeit ein gewisses Maß an Feuchtigkeit. Diese ROS können Keime effizient inaktivieren. Allerdings werden durch die höhere Reaktivität der ROS langfristig auch Kunststoffoberflächen angegriffen.

Außerdem dringt UV-A Strahlung tief in die Gewebsschichten der Haut und des Auges ein und kann diese schädigen. Deshalb ist eine Anwendung in der Oberflächentechnik in Innenräumen nur unter Sicherheitsauflagen möglich.

Oberflächenentkeimung durch UV-C Bestrahlung

Die antimikrobielle Wirkung von UV-C-Strahlung beruht auf der Schädigung der Erbinformation, der DNA/RNA (Nukleinsäureketten) von Bakterien und Viren (zur Entkeimung wird häufig eine Wellenlänge von 254nm genutzt). Das energiereiche, kurzwellige Licht verursacht Strangbrüche in DNA/RNA und bewirkt so einen bakteriostatischen bzw. virustatischen Effekt.

UV-C Bestrahlung kann z.B. zur chemikalienfreien Entkeimung von Wassersystemen eingesetzt werden. Bakterien können bei geringen UV-C-Dosen entstandenen Schäden durch DNA-Reparaturmechanismen ausgleichen. Analog zum Einsatz von Titandioxid ist eine Anwendung von UV-C Bestrahlung zur Entkeimung von Oberflächen in Innenräumen nur unter bestimmten Sicherheitsauflagen möglich.

Über diesen Artikel
  • Aktualisiert: 25. September 2026
  • Veröffentlicht: 25. Mai 2024
  • Lesezeit: 9 Minuten
  • Leser: 4.831
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FAQ

Häufige Fragen

Viele Themen haben wir über die Jahre bearbeiten und viele Fragen konnten wir beantworten. Hier finden Sie viele Informationen.

  • Die Oberflächenbeschichtung generiert Singulett-Sauerstoff über einen Bereich von 400-700 nm, dem sichtbaren Lichtspektrum für Menschen.

    Die antimikrobielle DYPHOX-Oberflächenbeschichtung wurde in zwei Feldstudien an zwei Krankenhäusern im Krankenhaus-Alltag mit Leuchtstoffröhren, LED-Licht sowie Tageslicht (durch die Fenster) aktiviert. (Eichner et al., 2019)

  • Die aufgebrachte Beschichtung ist toxikologisch nicht bedenklich. Eine Messung der Zytotoxizität des ausgehärteten Lacks nach DIN 10993-5 war unauffällig. Die freigesetzte Menge des Katalysators und der Monomere aus der schichtbildenden Komponente lagen bei der Messung deutlich unter der Nachweisgrenze der Methode.

  • Diese antimikrobielle Beschichtung beinhaltet als Lösemittel Alkohole (z.B. Ethanol oder Isopropanol), die auch in handelsüblichen Hand-Desinfektionsmitteln enthalten sind. Der typischer Geruch dieser Alkohole verschwindet 2 Std. nach der Beschichtung. Bei ausreichende Lüftung sind Ihre Räumlichkeiten schneller geruchsfrei.

  • Grundsätzlich empfiehlt sich eine Kombination aus Reinigungs- und Desinfektionsmitteln sowie der DYPHOX-Oberflächenbeschichtung. Gerade in hochfrequentierten Bereichen treten durch den Kontakt von Personen mit Oberflächen oftmals starke, organische Verschmutzung auf. Durch eine ordentliche Reinigungsprozedur werden diese Verschmutzungen entfernt.

    Die Entfernung und Abtötung von Keimen auf Oberflächen werden durch Desinfektionsmittel bewerkstelligt. Die DYPHOX-Oberflächenbeschichtung verhindert in den oftmals langen Reinigungs- und Desinfektionsintervallen das Risiko hoher Keimlast und Keimlastspitzen.

    Die in Feldstudien an zwei Krankenhäusern erzielten Ergebnisse zeigen die Praxistauglichkeit der DYPHOX-Oberflächenbeschichtung auch in stark frequentierten Einrichtungen. Das Risikos einer hohen Keimlast wurde mit der Oberflächenbeschichtung auf bis zu 67% (cfu/cm² ≤ 5.0, cfu = KbE = Kolonie bildende Einheiten) reduziert. Im Vergleich hierzu konnten auf nicht beschichteten Flächen bis 480 cfu/cm² gezählt werden. Starke Personen-Frequentierungen und damit verbundene, stetige Kontaminierungen von Oberflächen scheinen der Wirksamkeit der DYPHOX-Oberflächenbeschichtung nicht entgegen zu stehen.

  • Die Beschichtung sollte durch einen Fachmann geplant und vorgenommen werden.

    Ähnlich wie bei einer Lackierung soll die antimikrobielle Beschichtung für einen längeren Zeitraum auf der Oberfläche haften. Dies wird nur erreicht, wenn die Untergründe entsprechend vorbereitet und im Anschluss mit Grundierung und der Beschichtung versehen wurden. Dazu beurteilt der Verarbeiter die Untergründe und entscheidet, wie viel Beschichtung er aufbringen muss. Hier ist Erfahrung wichtig.

    Bei größeren Projekten -gerade im laufenden Betrieb- müssen vorab Ablaufpläne erarbeitet werden und ggf. Abstimmungen mit Standortleitern, Sicherheitsbeauftragten, Betriebsräten und anderen Verantwortlichen erfolgen. Auch muss ggf. die IT mit einbezogen werden, wenn technisch Geräte beschichtet werden. Auch hierbei sind Erfahrungen und die technische Ausstattung nötig, um Räume und Objekte zu erfassen und zu dokumentieren.

  • Sol-Gel-Beschichtungen haben ihren Namen durch den Herstellungsprozesses (s.g. Sol-Gel-Prozess bzw. Sol-Gel-Verfahren). Bei der Sol-Gel-Beschichtung werden Dispersionen verwendet, die z.B. Alkoholate enthalten. Zuerst hydrolisieren diese Alkoholate und beginnen dann zu polymerisieren. Dabei entstehen Molekülketten und nach längerer Dauer kleinste Partikel. Ab jetzt wird diese Dispersion als Sol bezeichnet.

    Nach einer entsprechenden Topfzeit, entsteht auf den Partikeln im Sol eine Art Netzstruktur und das Sol beginnt zu gelieren. Ab jetzt ist da die Beschichtung die Eigenschaften eines Gels. Dieses Gel kann durch Sprühen, Wischen oder Tauchen auf ein Objekt auftragen werden. Durch einen kurzen Sinterprozess härtet das Gel aus. So entsteht eine glasartige Schicht, die sehr kratzbeständig ist.

  • Nein, da die Reaktivität nur ausreicht Mikroorganismen anzugreifen. Der aktivierte Sauerstoff ist kein Radikal.

  • Reinigung und Desinfektion von Oberflächen sind zwei verschiedene Schritte. Durch die Reinigung werden Schmutz, Fett, Staub und andere Verunreinigungen entfernt. Die Desinfektion ist ein separater Prozess und soll erreichen, dass Bakterien und Viren inaktiviert werden. Was Sie tun müssen, um Ihre Oberflächen zu reinigen oder zu desinfizieren ergibt sich aus Ihrem Hygienekonzept. Geprüfte und damit wirksame Desinfektionensverfahren werden durch das RKI in der „Liste der vom Robert Koch-Institut geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren“ veröffentlicht.

    Generell soll eine Oberflächenbeschichtung die Keimlast auf der Oberfläche kontinuierlich reduzieren und dadurch das Ansteckungsrisiko zwischen den Desinfektionszyklen verringern. Hierzu wurde die DYPHOX-Beschichtung unter realen Bedingungen in zwei Krankenhäusern über 6 Monate mit 1.289 Proben getestet und die Ergebnisse wurden in einer Studie veröffentlicht. Darin sehen Sie, dass das Risiko hoher Keimlastspitzen und damit auch das Ansteckungsrisiko enorm gesunken ist.

    Wichtig ist, dass wir bei der Beantwortung der Fragen über eine vom RKI geprüfte Desinfektionsmethode sprechen. Eine Reinigung, auch mit schärferen Reinigern oder Reinigern mit Desinfektionsmittelzusätzen sind keine Desinfektion. Bei einer Desinfektion werden zum Beispiel die Objekte jeweils mit einem neuen Tuch bearbeitet, um eine mögliche Keimübertragung auf ein anderes Objekt zu vermeiden. Dazu werden vorgegebene Verdünnungs- und Einwirkzeiten eingehalten. Eine Desinfektion hat die Aufgabe die Keimlast auf einem Objekt vollständig zu beseitigen. Direkt nach einem Desinfektionsvorgang setzen sich wieder Keime bspw. durch absinkende Tröpfchen aus der Luft oder durch Hände-Kontakt auf Oberfläche ab und vermehren sich dort. Die Oberflächenbeschichtung sorgt für eine starke Keimreduktion zwischen den Desinfektionsintervallen. Die Keimlast bleibt niedrig. (siehe Abbildung) Das Ansteckungs- und Infektionsrisiko sinkt.

    Anwendungsgrafik um Hygienelücken zu visualisieren
    Anwendungsgrafik um Hygienelücken zwischen Desinfektionszyklen zu visualisieren.

    Vergleich der Keimlasten und Keimlastspitzen zwischen alleinigem Gebrauch eines Desinfektionmittels (schwarze Kurven) und der Kombination aus DYPHOX-Oberflächenbeschichtung mit Desinfektionsmittel (rote Kurven). Die Kombination aus DYPHOX und Desinfektionsmittel zeigt eine deutliche Verringerung der Keimlast und Keimlastspitzen.

    Die Reduktion von Bakterien oder Viren ist nur durch eine vom RKI geprüfte Desinfektion, wie oben beschrieben sicher gestellt. Auch, weil unterschiedliche Viren und Bakterien unterschiedliche Anforderung an die Inaktivierung haben. Eine normale Reinigung reicht dafür nicht aus, da sie nur wenige oder keine Viren und Bakterien inaktiviert.

    Da die normale Reinigung nur wenige Auswirkungen auf die Keime hat, können Sie diese an Ihre Bedürfnisse anpassen.

    Im Gegensatz dazu sollten Sie eine Desinfektion nach den anerkannten Desinfektionsverfahren und Hygienestandards in den vorgegeben Abständen weiterhin durchführen.

  • Eine nosokomiale Infektion ist eine in Kränkenhäusern oder Pflegeeinrichtungen erworbene Infektion. Der Infektionstag, der Tag mit dem ersten Symptom, darf frühestens der 3. Tag des Krankenhausaufenthaltes sein.

  • Ja. Eine antibakterielle Wirksamkeit von mehr als 99.99% Keimreduktion gemäß ISO 22196 (mod.) wurde durch das Prüflabor Quality Labs GmbH nachgewiesen.

    Eine antivirale Wirksamkeit der Dyphox Universal-Beschichtung mit mehr als 99,98% Reduktion infektiöser Partikel (behüllte Viren) gemäß ISO 21702(mod.) wurde durch das zertifizierte virologische Prüflabor Eurovir® Hygiene Labor GmbH bestätigt.

  • Die Hygienebeschichtung DYPHOX Universal 510-R erfüllt alle Anforderungen an den Brandschutz nach

    DIN EN 45545-2:2016 Teil 2 (hierbei in Schienenfahrzeugen).

    Die notwendigen Einzelprüfungen wurden bestanden:

    • Ermittlung der seitlichen Flammenausbreitung
    • Ermittlung der Wärmefreisetzungsrate
    • Ermittlung der Rauchdichte und Rauchgastoxizität

    Die Testungen fanden praxisnah auf Prüfkörpern aus 1mm Stahlblech statt.

    Die Bewertung erfolgte auf Basis dieser Prüfverfahren:

    • CFE nach ISO 5658-2
    • MARHE nach ISO 5660-1
    • Ds(4)NOF4/CITG nach EN ISO 5659-2
  • Die Synthese von Singulett-Sauerstoff ist ebenso im Reich der Pilze zu finden. Dabei wird Singulett-Sauerstoff beispielsweise für den Abbau von Lignin (Holz) und zur Abwehr von Feinden synthetisiert.

    Quellen:

    • Nakatsubo F, Reid ID, Kirk TK, Involvement of singlet oxygen in the fungal degradation of lignin, Biochem Biophys Research Comm, 102 (1), 1981: 484-491.
    • Beltrán-García MJ et al., Singlet Molecular Oxygen Generation by Light-Activated DHN-Melanin of the Fungal Pathogen Mycosphaerella fijiensis in Black Sigatoka Disease of Bananas, PLOS ONE, 2014.
    • Xu X, Hu X, Neill SJ, Fang J, Cai W, Fungal elicitor induces singlet oxygen generation, ethylene release and saponin synthesis in cultured cells of Panax ginseng C. A. Meyer, Plant Cell Physiol, 2005, 46(6): 947-954.

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