Die Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung wurde spezifisch zum Einsatz in hygienesensiblen Bereichen entwickelt. Sie unterstützt und ergänzt tägliche Hygiene-Prozesse. Durch die Anwendung der patentierten Beschichtung mit ausgezeichneter, langanhaltender antimikrobieller Wirkung wird das Risiko einer hohen Keimlast erheblich gesenkt. Das transparente Beschichtungssystem, das nachträglich und auch mehrmals auf verschiedenste Oberflächen aufgebracht werden kann, entkeimt selbständig häufig berührte Bereiche.

Typische Anwendungsgebiete sind hygienesensible Oberflächen in Kliniken, Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen, Büroräumen, in der Lebensmittelindustrie oder anderen Räumen, in den sich viele Menschen aufhalten. Dort werden unterschiedliche Oberflächen wie Tische, Griffe, Klinken, Handläufe, Tastaturen, Gehäuse und Geräte beschichtet. Sie hält auf Glas, Edelstahl, Aluminium und diversen Kunststoffen.

Funktionsweise der antimikrobielle Beschichtung

Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung

Ablagerung

Neue Viren, Bakterien, Pilze und Sporen werden durch Kontakt auf die Oberfläche übertragen.

Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung

Reinigung

Zuerst wird die Oberfläche gründlich gereinigt, wie für eine Lackierung notwendig.

Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung

Grundierung

Im zweiten Schritt erhält die Oberfläche eine Grundierung, als Basis für die Beschichtung.

Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung

Beschichtung

Jetzt wird die antimikrobielle Beschichtung auf die Grundierung aufgebracht.

Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung

Aktivierung

Durch Raumlicht regt der Katalysator in der Beschichtung den umliegenden Sauerstoff an.

Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung

Entkeimung

Die Keime werden schnell und effektiv abgetötet und die Oberfläche entkeimt sich selbst.

So funktioniert Dyphox?

Diese Beschichtung ist selbstentkeimende mit ausgezeichneter, langanhaltender Wirkung. Die von uns angebotene und patentierte Produktlösung erreicht eine Keimreduzierung basierend auf einem natürlichen Prinzip und ist ideal für hygienesensitive und häufig berührte Oberflächen geeignet.

Durch die erfolgreiche Modifikation von Photokatalysatoren, welche in der Natur als Gewürz- und Pflanzeninhaltstoffe vorkommen, konnte das Team um Dyphox Moleküle identifizieren, die sichtbares Licht im Spektralbereich um 400-700 nm absorbieren. Diese Moleküle erzeugen mit einem Anteil von 75-100% Singulett-Sauerstoff.

Die Singulett-Sauerstoff-Atmosphäre über antimikrobiellen DYPHOX-Oberflächen weist nach neuesten Erkenntnissen eine Dicke von 5 mm auf. Damit ist der Bereich über der beschichteten Fläche groß genug um alle Keime zu erreichen, jedoch auch klein genug um nicht unkontrolliert in den Raum abgegeben zu werden.

Singulett-Sauerstoff ist ein Oxidationsmittel. Es tötet effektiv Bakterien, Viren, Pilze und Sporen, indem es Zellwand und Zellmembran von Keimen angreift (oxidative Degeneration).

Singulett-Sauerstoff ist kein Radikal wie z. B. Superoxid oder Wasserstoffperoxid und erzeugt im Gegensatz zu anderen reaktiven Sauerstoffspezies keine frühzeitige Materialalterung.

Im Vergleich zu anderen antimikrobiellen Systemen funktioniert unsere Oberflächenbeschichtung mit Dyphox-Photokatalysatoren auf trockenen sowie feuchten Oberflächen.

Resistenzbildungen gegen Singulett-Sauerstoff sind aufgrund des Wirkmechanismus auf Zellwand und Zellmembran quasi auszuschließen. Ein wichtiger Punkt in Hinblick auf massive Probleme mit multiresistenten Bakterien in medizinischen Einrichtungen ein wichtiger Punkt.

Die antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Dyphox – Fakten und Zahlen

99,99% aller Viren, Bakterien, Pilzen und Sporen auf Oberflächen werden durch die Oberflächenbeschichtung Dyphox getötet und dadurch die Übertragungsketten auf Oberflächen unterbrochen. Die Wirksamkeit wurde nicht nur im Labor, sondern im Praxiseinsatz durch Feldstudien in Krankenhäusern belegt. Dabei konnte das relative Risiko hoher Keimlasten auf Oberflächen um bis zu 67% reduziert werden.

Die Beschichtung ist unschädlich für Mensch und Natur.

Dyphox hat das Dermatest-Siegel „sehr gut“ erhalten. Damit ist der Hautkontakt mit beschichteten Oberflächen vollkommen unbedenklich.

Dyphox verfügt u.a. über das ISEGA Zertifikat für die Lebensmittelunbedenklichkeit. Dieses Zertifikat sagt aus, dass unsere Dyphox Beschichtung mit Lebensmitteln in Berührung kommen darf und dabei keine Stoffe auf die Lebensmittel übertragen werden können.

Laut DEKRA ist die ausgehärtete Beschichtung ist als Emissionsfrei zu klassifizieren. Nach Einstufung des Umweltbundesamtes für TVOC erhält die Beschichtung die zusätzliche Kategorisierung „hygienisch unbedenklich„.

Die Beschichtung wird aufgetragen, anschließend verflüchtigen sich die enthaltenen Alkohole und das Sol-Gel verfestigt sich. Der Wirkstoff ist fest in der Beschichtung gebunden und löst sich auch nicht aus der Oberfläche.

Dyphox ist eine Art Klarlack, mit der Härte eines handelsüblichen 2K PUR Interieur Klarlacks. Sie hält im Innenbereich 12 Monate und kann auf Kunststoffen, Metallen und anderen festen Oberflächen aufgetragen werden.

Vorteile der Dyphox-Beschichtung

  • Tötet bis zu 99,99% der Keime (Laborwert)
  • Verringerung der Keimlasten auf Oberflächen um 67% (basierend auf Feldstudie in 2 Krankenhäusern)
  • Verhindert Resistenzbildungen
  • Wirksam auch auf trockenen Oberflächen
  • Schließt Hygienelücken zwischen den Reinigungsvorgängen.
  • Beschichtung von Kunststoffen, Metallen, Glas und Lack.
  • Schützt Materialien von Oberflächen vor Reinigungs- und Desinfektionsmittel.
  • Ungiftig – Keine toxischen oder mutagenen Bestandteile
  • Löst keine Allergien aus
  • Keine Geruchsentwicklung oder Aerosolbildung
  • Umweltfreundlich – Keine Abgabe giftiger Chemikalien an die Umwelt
  • Hält mindesten 12 Monate im Innenraum

Welche alternativen Formen der Oberflächen-Entkeimung gibt es?

Dyphox Silber, Kupfer, Zink Titandioxid UV-C Biozide*
Effektiv unter trockenen Bedingungen Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung
Effektiv unter feuchten Bedingungen Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung
Bildet keine Resistenzen Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung
Aktiviert bei sichtbarem Licht Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung
Aktiviert bei UV-Licht Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung
Keine Abgabe von Nanopartikeln Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung
Keine Abgabe von Chemikalien Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung
Harmlos für Menschen Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung
Umweltfreundlich Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung
Kein beschleunigtes Altern von Kunststoffen Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung Antimikrobielle Oberflächenbeschichtung

* z.B. Triclosan, Benzalkoniumchlorid, Isothiazolinon, Chlorhexidin

Oberflächenentkeimung durch Silber-, Kupfer oder Zink

Silber-, Kupfer- und Zink-Ionen besitzen antimikrobielle Eigenschaften. Anwendung findet Silber z.B. bei der antimikrobiellen Ausstattung von Wundauflagen oder Blasenkathetern. Die Anwendung findet im feuchten Milieu statt.

Erst Flüssigkeit ermöglich den effizienten Transport der Ionen zu den Keimen und damit die antimikrobielle Wirksamkeit. Zur Oberflächenbeschichtung sind Metalionen und -partikel weniger geeignet, da die Wirksamkeit unter trockenen Bedingungen sehr stark verringert ist. Zudem werden kontinuierlich Partikel an die Umwelt abgegeben. Die Entwicklung von Resistenzen gegen Metallionen sowie Antibiotika-Kreuzresistenzen ist ein gefährlicher, mehrfach beschriebener Abwehrmechanismus bei Keimen.

Beschichtungen, welche z.B. auf Silber aufbauen, haben u.a. ein Gefährdungspotential für Boden und Sedimente durch die Silberionen. Zu dieser Einschätzung kommt u.a. das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Oberflächenentkeimung durch Biozide

Die antimikrobielle Wirkung von Bioziden wie Benzalkoniumchlorid, Triclosan, Isothiazolinonen oder Chlorhexidin ist auf eine „Vergiftung“ der Keime zurückzuführen. Benzalkoniumchlorid bspw. hemmt Enzymaktivitäten in Bakterien und zerstört Zellmembranen

Eine Aufkonzentration dieser toxischen Stoffe im Ökosystem oder menschlichen Körper sollte möglichst vermieden werden. Deshalb ist eine permanente Ausstattung von Oberflächen mit klassischen Bioziden bedenklich.

Außerdem ist nur eine stark eingeschränkte Wirksamkeit auf trockenen Oberflächen gegeben.

Oberflächenentkeimung durch Titandioxid

Die antimikrobielle Wirksamkeit von Titandioxid beruht auf dem photokatalytischen Effekt des Titandioxid. Durch Aktivierung von Titandioxid mittels UV-A Strahlung (315 – 380 nm) Bestrahlung, werden reaktive Sauerstoffspezies (ROS) wie das Hydroxyl- und Superoxidradikal gebildet.

Die Titandioxid-Oberfläche benötigt zur antimikrobiellen Wirksamkeit ein gewisses Maß an Feuchtigkeit. Diese ROS können Keime effizient inaktivieren. Allerdings werden durch die höhere Reaktivität der ROS langfristig auch Kunststoffoberflächen angegriffen.

Außerdem dringt UV-A Strahlung tief in die Gewebsschichten der Haut und des Auges ein und kann diese schädigen. Deshalb ist eine Anwendung in der Oberflächentechnik in Innenräumen nur unter Sicherheitsauflagen möglich.

Oberflächenentkeimung durch UV-C Bestrahlung

Die antimikrobielle Wirkung von UV-C-Strahlung beruht auf der Schädigung der Erbinformation, der DNA/RNA (Nukleinsäureketten) von Bakterien und Viren (zur Entkeimung wird häufig eine Wellenlänge von 254nm genutzt). Das energiereiche, kurzwellige Licht verursacht Strangbrüche in DNA/RNA und bewirkt so einen bakteriostatischen bzw. virustatischen Effekt.

UV-C Bestrahlung kann z.B. zur chemikalienfreien Entkeimung von Wassersystemen eingesetzt werden. Bakterien können bei geringen UV-C-Dosen entstandenen Schäden durch DNA-Reparaturmechanismen ausgleichen. Analog zum Einsatz von Titandioxid ist eine Anwendung von UV-C Bestrahlung zur Entkeimung von Oberflächen in Innenräumen nur unter bestimmten Sicherheitsauflagen möglich.

Verwandte Einblicke

  • Geeignete Prüfverfahren für antimikrobielle Beschichtungen
    Physisches
    Geeignete Prüfverfahren für antimikrobielle Beschichtungen
  • Flächendesinfektion mit antimikrobieller Oberfläche
    Physisches
    Flächendesinfektion mit antimikrobieller Oberfläche
  • Viruzidieprüfung und Verwendung von Surrogatviren
    Physisches
    Viruzidieprüfung und Verwendung von Surrogatviren

Interessante Magazin-Artikel

  • Magazin
    Übertragung von Infektionskrankheiten – Neue Studien bestätigen eine zentrale Rolle von Oberflächen

    Keimübertragung über die Luft bzw. durch Tröpfchen ist bekannt. Studien verschiedener Forschergruppen zeigen jetzt auch die Relevanz von Keimen auf Oberflächen.

    • Lesezeit: 4 Minuten
    Übertragung von Infektionskrankheiten – Neue Studien bestätigen eine zentrale Rolle von Oberflächen
  • Magazin
    Multiresistente Keime: Wie Sie sich und Ihre Mitarbeiter nach dem Urlaub schützen

    Thailand, Mexiko oder Indonesien bedeutet für viele Mitarbeiter die pure Erholung. Doch auf dem Rückweg können sie ungewollt multiresistente Keime mitbringen.

    • Lesezeit: 4 Minuten
    Multiresistente Keime: Wie Sie sich und Ihre Mitarbeiter nach dem Urlaub schützen

FAQ

  • Die Dyphox Oberflächensysteme sind umfangreich getestet und haben bereits bei einem mehrmonatigen Praxis-Einsatz in zwei deutschen Kliniken ihre Wirksamkeit u.a. in der Notaufnahme eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

    Insgesamt wurden 1300 Proben über einen Zeitraum von 9 Monaten genommen. In dem Kontrollraum ohne Beschichtung wurden bis zu 480 KBE/qcm gefunden und im Bereich mit der Beschichtung nur maximal 28 KBE/qcm. Das bedeutet, dass es die Beschichtung schafft, dass sich keine hohen Keimlasten aufbauen.

  • Photosensitoren sind Moleküle / Verbindungen, welche chemische und physikalische Veränderungen in einem Ziel-Molekül verursachen.

    Dabei wird dem Ziel-Molekül entweder ein Elektron übertragen oder ein Wasserstoff-Ion entzogen.

    Photosensitoren benutzen Lichtenergie verschiedener Wellenlängen um Ziel-Moleküle in einen höheren energetischen Zustand zu versetzen.

    Diese Energie kann bspw. genutzt werden, um Luft-Sauerstoff in Singulett-Sauerstoff (¹O2) umzuwandeln.

    ¹O2 wiederum ist die Basis für unsere antimikrobielle DYPHOX-Oberflächenbeschichtung.

  • In hygienesensitiven Bereichen, wie z.B. dem medizinischen Umfeld oder der Lebensmittelverarbeitung spielt die Einhaltung einer möglichst geringen Keimzahl auf Oberflächen eine wichtige Rolle, da kontaminierte Oberflächen die Übertragung von Erregern ermöglichen können. Die etablierte regelmäßige Reinigung/Desinfektion kann jedoch die Rekontamination zwischen zwei Reinigungszyklen nicht verhindern. Hier helfen antimikrobiell ausgestattete Oberflächen durch ihre kontinuierliche selbsttätige Wirkung Hygienelücken zu schließen.

  • Die Beschichtung wirkt sofort, sobald sichtbares Licht auf die Fläche fällt.

  • Nein, der aktivierte Sauerstoff ist unbedenklich für Mensch und Tier. Diese Beschichtung bildet eine hauchdünne Membran aus aktiviertem Sauerstoff, die nur in unmittelbarer Umgebung aktiv ist.

  • Die Hygienebeschichtung DYPHOX Universal 510-R erfüllt alle Anforderungen an den Brandschutz nach

    DIN EN 45545-2:2016 Teil 2 (hierbei in Schienenfahrzeugen).

    Die notwendigen Einzelprüfungen wurden bestanden:

    • Ermittlung der seitlichen Flammenausbreitung
    • Ermittlung der Wärmefreisetzungsrate
    • Ermittlung der Rauchdichte und Rauchgastoxizität

    Die Testungen fanden praxisnah auf Prüfkörpern aus 1mm Stahlblech statt.

    Die Bewertung erfolgte auf Basis dieser Prüfverfahren:

    • CFE nach ISO 5658-2
    • MARHE nach ISO 5660-1
    • Ds(4)NOF4/CITG nach EN ISO 5659-2
  • Ja, auf jeden Fall. Die DYPHOX-Beschichtung ist speziell für den Innenraum konzipiert. Sie ist laut einer Prüfung durch die DEKRA emissionsfrei.

    Während der Beschichtungsarbeit verflüchtigen sich die enthalten Alkohole, was zu einer Geruchsbildung führt. Hier raten wir dazu, die Räume während des Trocknungsprozesses zu lüften. Im Anschluss ist die Beschichtung geruchsneutral.

  • Singulett-Sauerstoff ist ein Gas. Es unterscheidet sich durch seine höhere chemischen Reaktivität gegenüber organischen Verbindung (bspw. Zellwände und Zellmembranen) vom energieärmeren Triplett-Sauerstoff.

  • Der Photokatalysator ist unter normalen Raumlichtbedingungen langzeitstabil. Je nach Beschichtungssystem ist der antimikrobielle Effekt auch nach mehreren Jahren noch wirksam. Oberflächen, welche besonders intensiver Lichteinstrahlung ausgesetzt sind (z.B. starker Sonneneinstrahlung in Fensternähe, hartes UV-Licht) können allerdings deutlich früher eine verminderte Wirksamkeit aufweisen. Dort sollte die Beschichtung entsprechend früher aufgefrischt werden. Die reguläre Auffrischung sollte nach einem Jahr erfolgen.

  • Die aufgebrachte Beschichtung ist toxikologisch nicht bedenklich. Eine Messung der Zytotoxizität des ausgehärteten Lacks nach DIN 10993-5 war unauffällig. Die freigesetzte Menge des Katalysators und der Monomere aus der schichtbildenden Komponente lagen bei der Messung deutlich unter der Nachweisgrenze der Methode.

  • Die antimikrobielle Beschichtung ist permanent und stellt so eine dauerhaft niedrige Keimlast auf Oberflächen – auch zwischen manuellen Desinfektionsvorgängen – sicher. Eine mit Keimen (Bakterien, Viren, Pilze und Sporen) kontaminierte Oberfläche würde innerhalb von wenigen Stunden keimfrei, wenn keine neuen Keime auf die Oberfläche gelangen.

    Der Ansatz der Beschichtung ist, die Keimlast zwischen Desinfektionszyklen steig niedrig zu halten.

    Anwendungsgrafik um Hygienelücken zu visualisieren
    Anwendungsgrafik um Hygienelücken zwischen Desinfektionszyklen zu visualisieren.
  • Grundsätzlich verfolgen beide Ansätze eine signifikante Keimreduktion.

    Die Strategie ist dabei sehr unterschiedlich und richten sich nach den vorhandenen Bedingungen.

    Auf trockene Oberflächen, welche im Kontakt mit Menschen stehen und / oder in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden können, empfiehlt sich beispielsweise eine antimikrobielle Oberflächenbeschichtung.

  • Bei der Beantwortung dieser Frage trifft man oftmals auf Unklarheiten. Man unterscheidet generell zwischen einer qualitativen und einer quantitativen Verringerung der Keimlast.

    Die qualitative Verringerung der Keimlast sagt aus, dass bspw. 99,99% aller Arten von Keimen – bspw. S. aureus, E. coli, usw. – inaktiviert / getötet werden. Die Frage ist hierbei: Welche Keime werden getötet?

    Die quantitative Verringerung der Keimlast sagt aus, dass bspw. 99,99% der Gesamtzahl aller Keime – unabhängig von einer genauen Bestimmung der Keimarten – inaktiviert / getötet werden. 99,99% entsprechen einer Verringerung um das 10.000-fache. Man spricht auch von einer Verringerung um 4 logarithmische Stufen.

    Beispiel für quantitative Verringerung der Keimlast:

    Eine definierte Fläche beinhaltet 1.000.000 aktive Keime. Wird bspw. durch eine antimikrobielle Oberflächenbeschichtung eine Verringerung der Keimzahl um 99,99% erreicht, dann befinden sich danach noch 100 aktive Keime auf der Oberfläche.

    Hierbei handelt es sich um Laborwerte, welche alltäglichen Situationen in medizinischen Einrichtungen etc. nur sehr begrenzt widerspiegeln. Im Labor werden Faktoren wie Frequentierung von Oberflächen, organische Verschmutzungen, Aufbringung neuer Keime etc. nicht / kaum berücksichtigt.

  • Als Singulett-Sauerstoff bezeichnet man eine energiereiche Form des normalen Luftsauerstoffs. Er wird erzeugt, indem ein Photokatalysator die Energie des einfallenden Umgebungslichts auf benachbarte Sauerstoffmoleküle überträgt. Der Photokatalysator überträgt kontinuierlich die Energie des einfallenden Lichtes auf die in der direkten Umgebung befindlichen Sauerstoffmoleküle und versetzen diese in einen angeregten Zustand.

    Wissenschaftlich wird dieser aktivierte Sauerstoff als Singulett-Sauerstoff bezeichnet. Er kann besonders leicht mit der Hülle von Mikroorganismen reagieren und diese dadurch abtöten. Dabei wird der angeregte Zustand nur für eine sehr kurze Zeit erhalten, bevor der Sauerstoff wieder in seinen natürlichen Zustand übergeht. Dadurch ist sichergestellt, dass zum einen die keimtötende Wirkung nur in unmittelbarer Umgebung des Photokatalysators stattfindet, er sich nicht in der Umgebungsluft anreichern kann und nur in direkter Nähe, z.B. auf einer Oberflächenbeschichtung wirkt.

    Auch kann sich der angereichter Sauerstoff nicht in der Atemluft anreichern (wie z.B. bei der Desinfektion durch Ozon). Damit ist eine Gefährdung von Mensch und Tier ausgeschlossen.

  • Synthetisiert auf Oberflächen von Pflanzenblättern durch den Prozess der Photosensitization wird Singulett-Sauerstoff an die Luft abgegeben. Daher atmen wir jeden Tag moderate Konzentrationen Singulett-Sauerstoff ein.

    In Säugetieren gibt es ebenfalls Photosensitizer, darunter Vitamine, welche endogen Singulett-Sauerstoff produzieren. (Bäumler, 2016)

    W. Bäumler. Endogenous Singlet Oxygen Photosensitizers in Mammalians (2016) Singlet Oxygen: Applications in Biosciences and Nanosciences, Volume 1, 239-269.

  • Um einen kontinuierlichen Schutz durch DYPHOX-Beschichtungen zu gewährleisten, sollte die Beschichtung kurz vor Ablauf von 12 Monaten erneuert werden, soweit die Beschichtung nicht durch starke Beanspruchung beeinträchtig wird.

    Die Beschichtung ist für den Einsatz in Innenräumen ausgelegt. Eine starke Beanspruchung tritt z.B. auf, wenn die Beschichtung extremen Sonnenlicht ausgesetzt ist. Dadurch kann die Beschichtung sowie die darin befindlichen Photosensitoren schneller altern und deren antimikrobielle Wirkung verringert sich schneller.

    Auch starke Reibung auf der Oberfläche kann die Abnutzung erhöhen, ebenso wie nicht zugelassene Reinigungs- und Desinfektionsmittel.

    Aus diesem Grund empfehlen wir, die Auffrischungsintervalle verschiedener Standorte mit unserem Fachberater zu besprechen.

  • Mit den handelsüblichen Reinigungsmitteln dürfen die Oberflächen frühestens nach 48 Std. gereinigt werden. Die Benutzung von schärferen Lösemitteln beschädigen die Beschichtung teilweise und sollte vermieden werden. Zur Reinigung dürfen keine abrasiven Mittel (z. B. Scheuermilch) oder stark alkalische Reiniger (z.B. Abbeizer, Bleichlauge oder Chlorkalk) eingesetzt werden.

  • Mikroorganismen können physikalisch sowie chemisch inaktiviert werden.

    Physikalische Inaktivierung wird beispielsweise durch Erhitzen – Sterilisieren, Pasteurisieren – oder durch UVC-Strahlung gewährleistet. Dabei werden die Mikroorganismen irreversibel beschädigt und sterben.

    Mit der chemischen Inaktivierung durch Antibiotika oder Konservierungsmittel wird das Wachstum und Reproduktion von Mikroorganismen unterbunden.

    Die Inaktivierung von Mikroorganismen durch die Singulett-Sauerstoff produzierende Oberflächenbeschichtung DYPHOX kann man als chemisch-physikalische Inaktivierung betrachten. Der Singulett-Sauerstoff oxidiert Strukturen der Zellwand und Zellmembran, welche dort zu Brüchen führt. Die Mikroorganismen verlieren ihre Integrität und sterben.

  • Ein späteres Entfernen der Beschichtung ist nicht vorgesehen. Das Überlackieren mit einer anderen Beschichtung (Politur, Nanobeschichtung etc.) ist nicht möglich bzw. verhindert die antimikrobielle Wirkung.

  • Der Mensch, wie auch andere Organismen besitzen Photosensitoren in der Haut, welche in Gegenwart von Licht (bspw. UVA und UVB) molekularen Luftsauerstoff in Singulett-Sauerstoff umwandeln? Auf Basis unterschiedlicher Konzentrationen endogenen Singulett-Sauerstoffs werden Zellprozesse gesteuert. Singulett-Sauerstoff ist daher ein unverzichtbares Molekül für einen funktionierenden Organismus.

    Quellen:

    • Bäumler W, Singlet oxygen in skin: Singlet Oxygen: Applic. Biosci. Nanosci., 2016, Vol. 2, Chapt. 36
    • Bäumler W et al., UVA and endogenous photosensitizers – the detection of singlet oxygen by its luminescence: Photochem. Photobiol. Sci., 2012, 11, 107-117