Ein Gestaltungsraster ist das, was man als Außenstehender nicht sieht und trotzdem überall spürt. Es ist die unsichtbare Struktur hinter jedem Layout. Linien, an denen Schrift, Bilder und Flächen ausgerichtet werden. So wirkt alles wie aus einem Guss.
Wer schon einmal eine schlecht gemachte Broschüre in der Hand hatte, kennt das Gegenteil. Da rutschen Bilder asymmetrisch ins Bild, Textspalten haben unterschiedliche Breiten, Überschriften beginnen mal links, mal rechts. Das Ergebnis wirkt beliebig. Der Inhalt war vielleicht gut, aber niemand nimmt ihn ernst.
Ein gutes Raster verhindert genau das. Es legt fest, wie viele Spalten es gibt, wie groß die Ränder sind, welche Abstände zwischen Text und Bild gelten. Ein gutes Raster ist flexibel. Es erlaubt Variation, ohne in Beliebigkeit zu kippen. So entstehen Layouts, die individuell wirken und trotzdem zur selben Marke gehören.
Der Wert zeigt sich später. Nicht im ersten Layout, sondern im tausendsten. Wenn Mitarbeiter, Agenturen und externe Dienstleister damit arbeiten, entstehen über Jahre Tausende von Layouts, die alle nach derselben Marke aussehen. Ohne Raster wird jedes davon ein kleines Ratespiel. Mit Raster wird daraus ein stimmiges System, das Ihre Marke wiedererkennbar macht – und damit für Ihre Kunden verlässlich wirkt.
