
Wenn Glas zur Energiefalle wird
Glas ist der thermische Schwachpunkt fast jedes Gebäudes. Im Sommer heizen Sonnenstrahlen die Innenräume auf, die Klimaanlage kompensiert das mit Strom. Im Winter entweicht Wärme über die Scheibe nach draußen, die Heizung kompensiert mit Gas oder Strom. Beides kostet Geld und Komfort. Eine Klima-Folie setzt davor an: Sie verändert die thermischen Eigenschaften des Glases selbst.
Eine Klima-Folie ist ein mehrschichtiges Verbundmaterial mit selektiven Beschichtungen. Sie lässt sichtbares Licht weitgehend ungehindert hindurch, blockt aber die Infrarot- und UV-Anteile der Sonnenstrahlung. Innen aufgebracht wirkt sie wie ein Wärmespiegel: Heizenergie bleibt im Raum, statt über das Glas abzustrahlen. Außen aufgebracht reflektiert sie die Sonnenenergie, bevor diese das Glas überhaupt erwärmt.

Welche Klima-Folie passt?
Klima-Folie ist der Sammelbegriff für fünf Aufgaben am Glas. Die Sonnenschutz-Folie hält Hitze aus Büros, Konferenz- und Empfangsbereichen. Die Energiespar-Folie verbessert den U-Wert bestehender Fenster und senkt den Heizbedarf. Die UV-Schutzfolie bewahrt Holzböden, Mobiliar und Kunst vor dem Ausbleichen und schützt Mitarbeiter, die dauerhaft am Fenster sitzen. Die Blendschutzfolie nimmt Spiegelungen vom Bildschirm, die Anti-Beschlag-Folie hält Glas in Nassräumen, Kühlvitrinen und Wintergärten klar.
Welche davon die richtige ist, hängt von Glasaufbau, Himmelsrichtung und Nutzungsprofil ab: Ein Südfenster im Büro stellt andere Anforderungen als ein Ostbalkon oder ein verglastes Dach. Dazu kommt die Frage, ob die Folie innen oder außen montiert wird - beide Varianten unterscheiden sich in Wirkung, Lebensdauer und Garantie. Welche Folie zu Ihrer Glasfläche passt, klären wir in der Beratung.


