Der Name sagt es schon: Cobot kommt von collaborative robot. Ein Cobot steht neben dem Menschen. Klassische Industrieroboter arbeiten dagegen hinter Schutzzäunen, ein Cobot ist für die direkte Zusammenarbeit gebaut. Er reicht Teile an, hält Werkstücke fest, prüft Oberflächen – und stoppt sofort, wenn ihm jemand zu nah kommt. Dieser Stopp ist Pflicht. Die Norm ISO/TS 15066 schreibt vor, ab welcher Kraft ein Cobot anhalten muss.
Für den Mittelstand ist die Cobot-Idee besonders attraktiv, weil sie kein Alles-oder-Nichts verlangt. Ihre Kunden automatisieren nicht die ganze Fertigung. Sie greifen sich genau die Handgriffe heraus, die monoton sind oder immer wieder dieselben Fehler erzeugen. Der Mensch bleibt im Prozess. Er übernimmt die Aufgaben, bei denen Erfahrung und ein gutes Auge zählen. Der Cobot übernimmt den Rest. Diesen Satz streichen.
Der Einstieg ist günstig. Die Programmierung läuft oft ohne Code: Viele Cobots lernen durch Vormachen statt durch Codezeilen. Sie sind flexibel. Heute bestückt der Cobot eine Maschine, morgen prüft er Qualität, übermorgen verpackt er. Was dabei gern übersehen wird: Auch ein Cobot nimmt seine Umgebung wahr. Kraft- und Drehmomentsensoren, manchmal Kameras – all das erzeugt Daten. Wer einen Cobot einführt, sollte deshalb von Anfang an klären, welche Daten wo gespeichert werden und wer Zugriff hat. Sonst stellt sich die Frage erst, wenn ein Kunde nach dem Datenschutz fragt.
Wo Cobots und humanoide Roboter sinnvoll sind, klären wir in unserer Robotik-Beratung.

