Wettbewerbsanalyse ist kein Spionagespiel. Sie ist eine ehrliche Bestandsaufnahme: Was machen andere in Ihrem Markt, was machen sie gut, und wo lassen sie eine Lücke, in die Sie hineinwachsen können? Wer seine Wettbewerber nicht kennt, kämpft im Dunkeln. Dann wirkt die eigene Marke schnell beliebig.
Preise und Produkte sind nur der Anfang. Schauen Sie auch auf Kommunikation, Service und darauf, wie Wettbewerber sich im Markt einordnen, also ihre Positionierung. Wer ist als Premium-Anbieter unterwegs, wer als Discounter, wer als Spezialist? Welche Argumente nutzen andere? Welche Kunden lassen sie links liegen? Genau dort liegt oft Ihre Chance. Erst dieses Bild zeigt, wo Sie selbst stehen und wo es sich lohnt, einen klaren Akzent zu setzen.
Vorsicht vor zwei Fallen: Erstens, sich an den Marktführer zu hängen und ihn zu imitieren. Wer das tut, wird immer Zweiter sein. Zweitens, alle paar Monate eine neue Wettbewerber-Liste zu pflegen, ohne Konsequenzen daraus zu ziehen. Wettbewerbsanalyse ist nur dann nützlich, wenn aus den Erkenntnissen konkrete Entscheidungen folgen: für ein Angebot, für eine Botschaft, für einen Markt.
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